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Wassergewinnung

Wassergewinnung, Wasserförderung und Wasserbedarf

 

WASSERGEWINNUNG

Bis zur Inbetriebnahme der eigenen Anlagen am 04.09.1996 wurde das  gesamte Trinkwasser von der Stadt Neustadt a. d. Donau, aus dem  Erschließungsgebiet in Eining bezogen. In Ihrer Sitzung vom 09.12.1992  beschloss die Verbandsversammlung eine eigene Wassergewinnung  aufzubauen.

Ausschlaggebende Gründe hierfür waren:

1. Die Versorgungssicherheit

Aus dem  Erschließungsgebiet Eining war die ganze Region abhängig (aus dem  Erschließungsgebiet Eining wurden die Stadt Neustadt a. d. Donau, der  Zweckverband zur Wasserversorgung der Biburger Gruppe und die Gemeinde  Ernsgaden versorgt). Durch eine eigene Wassergewinnungsanlage im  Dürnbucher Forst bei Geibenstetten wird die Versorgung auf ein zweites  Bein gestellt. Ein Notverbund zwischen dem Zweckverband und der Stadt  Neustadt soll die Wasserversorgung bei Schwierigkeiten bei eines der  Versorgungsunternehmen sicher stellen. 

2. Die Qualitätssicherung

Beste Trinkwasserqualität (im Bereich der Brunnen keine  landwirtschaftliche Nutzung). In der gleichen Sitzung vergab die  Verbandsversammlung die Arbeiten für eine Probebohrung. Nachdem diese  Bohrung erfolgreich abgeschlossen werden konnte, beschloss man in der  Verbandsversammlung vom 01.12.1993 weitere Brunnen abzuteufen. In den  Jahren 1993 – 1996 wurde dann die gesamte Wassergewinnungsanlage samt  technischer Ausrüstung (Schaltwarte mit EDV-Anlagen) mit einem  Kostenaufwand von rd. 5,6 Mio DM (2,86 Mio € ) erstellt. 

Wasserförderung und -bedarf

Aus den 6 Brunnen wird das Trinkwasser in den Hochbehälter Geibenstetten gefördert und ohne jegliche Aufbereitung an die Bevölkerung abgegeben. Dank der hervorragenden Trinkwasserqualität brauchen dem Wasser keine chemischen Zusätze beigegeben werden. Der Hochbehälter hat ein Fassungsvermögen von 3.000 cbm und liegt 430 m üNN.

Lage der Brunnen

Die Brunnen liegen ca. 1,5 – 2,5 km südwestlich bis südöstlich von Geibenstetten im Dürnbucher Forst.


Technische Daten der Brunnen

BrunnenTiefeGenehmigte Entnahme
I104 Meter9 l/s
II77 Meter5 l/s
III67 Meter12 l/s
IV62 Meter12 l/s
V62 Meter17 l/s
VI57 Meter17 l/s

 

Insgesamt dürfen aus den Brunnen I – VI 72 l/s, bzw. 1.300.000 cbm/Jahr gefördert werden.


Wasserbedarf

Minimaler Tagesbedarf rd. 2.200 cbm. Maximaler Tagesbedarf rd. 4.985 cbm.

Wasserabgabe ins Versorgungsnetz 2025: 1.098.000 m³Der kaufmännische Wasserverlust lag im Jahr 2025 bei 5,68 %

Die Stadt Vohburg wurde ab Oktober 2008 als Wassergast beliefert. (Bedarf 250.000 m³/Jahr). 

2009 übernahm der Zweckverband auch die technische Betriebsführung. Auf Antrag wurde dann die Stadt Vohburg, die Gemeinde Ernsgaden und die Stadt Geisenfeld zum 01.01.2011 Mitglied beim Zweckverband. 

Rohrleitungsnetz

Die Nennweite (DN) der Haupt- und Versorgungsleitungen betragen  zwischen 80 und 400 mm. Die Druckstufen liegen bei PN 16. Die Haupt- und Versorgungsleitungen haben eine Länge von rd. 213 km. Die Fläche des  Versorgungsgebietes beträgt 138 km². Der Druck liegt im  Versorgungsgebiet zwischen 2 und 7 bar. Desweiteren wurden im Zuge des  Brunnenbaues rd. 30 km Strom- und Steuerkabel verlegt.